Tag der Organspende am 08. Juni
Anlässlich des bundesweiten Tags der Organspende am 6. Juni machen die Neckar-Odenwald-Kliniken auf die Bedeutung der Organspende aufmerksam und rufen dazu auf, die persönliche Entscheidung zur Organspende zu dokumentieren.
„Organspende kann Leben retten. Umso wichtiger ist es, dass sich möglichst viele Menschen mit dem Thema auseinandersetzen und ihre persönliche Entscheidung festhalten“, erklärt Dr. Gunther Hirsch, leitender Oberarzt der Klinik für Anästhesiologie und Transplantationsbeauftragter am Standort Buchen. Am Montag, 8. Juni, laden die Neckar-Odenwald-Kliniken von 16 bis 18 Uhr zu Informationsständen in die Foyers der Standorte Buchen und Mosbach ein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich dort unverbindlich über das Thema Organspende informieren und Fragen im Gespräch mit Dr. Hirsch und Marcel Wilke, der als ehemaliger Landarztstipendiat inzwischen im dritten Jahr seiner Weiterbildung tätig ist, klären.
Trotz eines leichten Anstiegs der Organspendezahlen bleibt die Situation in Deutschland weiterhin angespannt: Im Jahr 2025 haben bundesweit 985 Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet. Gleichzeitig warten weiterhin mehr als 8.000 schwer kranke Patientinnen und Patienten auf eine Organtransplantation.
Ein zentrales Problem bleibt die fehlende Dokumentation des persönlichen Willens. Liegt keine Entscheidung der potenziellen Spenderin oder des potenziellen Spenders vor, müssen Angehörige häufig unter großer emotionaler Belastung stellvertretend entscheiden. „Deshalb möchten wir alle Menschen ermutigen, sich mit dem Thema Organspende auseinanderzusetzen, eine informierte Entscheidung zu treffen und diese auch zu dokumentieren – beispielsweise in einem Organspendeausweis, einer Patientenverfügung oder im Organspende-Register“, so Hirsch, der sich auch im Rahmen der klinikinternen Fortbildungen sowie bei öffentlichen Vorträgen wie z. B. über die Volkshochschule Buchen immer wieder für dieses Thema einsetzt. „Die Entscheidung für oder gegen eine Organspende ist freiwillig. Wichtig ist vor allem, dass die persönliche Haltung festgehalten und Angehörigen bekannt ist“, sagt Hirsch abschließend.