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Kardiologische Kompetenz: Bundesweites Interesse an Fortbildungsveranstaltung

Fortbildungsveranstaltung Referenten Dr. Peter A. Oberst, Dr. Renate Michel-Lambertz, Prof. Dr. Dr. Heinz LambertzFoto: Neckar-Odenwald-KlinikenBereits zum zweiten Mal fand eine bundesweit beachtete kardiologische Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Der verdickte Herzmuskel“ der Neckar-Odenwald-Kliniken statt.

Initiiert wurde die in Heidelberg veranstaltete Fortbildung von Dr. Peter A. Oberst, Chefarzt der Inneren Medizin am Standort Mosbach, gemeinsam mit den Referenten der Echoeduct-Akademie aus Wiesbaden, Dr. Renate Michel-Lambertz und Prof. Dr. Dr. Heinz Lambertz. Ziel der Fortbildung war es, Kardiologen auf die diagnostischen Herausforderungen aufmerksam zu machen, die hinter einer Verdickung des Herzmuskels stehen können.

„Eine solche Veränderung kann unterschiedliche Ursachen haben. Hinter einer Verdickung des Herzmuskels können beispielsweise Herzmuskelerkrankungen, Anpassungen durch intensiven Sport, das sogenannte Sportlerherz, aber auch seltene Stoffwechsel- oder Speichererkrankungen stehen“, sagte Dr. Oberst einführend. Besondere Aufmerksamkeit müsse deshalb auch seltenen Erkrankungen wie der kardialen Amyloidose gelten, betonte der Kardiologe und Notfallmediziner weiter. Anhand realer Patientenfälle wurde deshalb anschaulich deutlich gemacht, wie wichtig eine sorgfältige Diagnostik und große klinische Erfahrung für die richtige Behandlung sind.

Gerade bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen und insbesondere bei der Herzinsuffizienz darf wertvolle Zeit nicht verloren gehen. Eine frühzeitige Diagnose und eine rasche Therapieeinleitung können entscheidend für den weiteren Krankheitsverlauf sein und im Ernstfall sogar dazu beitragen, Leben zu retten. Deshalb ist eine qualifizierte kardiologische Versorgung für viele Patienten von großer Bedeutung. Da eine gezielte Therapie seltener Erkrankungen häufig sehr kostenintensiv ist und in der Regel ältere und hochbetagte Patienten betroffen sind, taucht immer wieder die Frage auf, ob sich unser Gesundheitswesen solch teure Therapieformen für alte Menschen überhaupt leisten kann. Dr. Oberst rundete deshalb das wissenschaftliche Programm mit einem philosophisch-ethischen Beitrag über moderne, aber hochpreisige Therapieentscheidungen ab und eröffnete damit bewusst eine Perspektive über die rein medizinischen und ökonomischen Aspekte hinaus.

Die Veranstaltung wurde erneut als Hybridformat durchgeführt. Über 80 Kardiologen aus dem gesamten Bundesgebiet nahmen online teil – ein deutliches Zeichen für das große Interesse an diesem anspruchsvollen Thema.

Besonders passend war zudem, dass die Veranstaltung am internationalen „Tag der seltenen Erkrankungen“, dem Rare Disease Day, stattfand. Dieser Aktionstag macht weltweit auf seltene Erkrankungen aufmerksam. Gerade bei Herzmuskelwandveränderungen können auch seltene Ursachen eine sehr wichtige Rolle spielen.

Fortbildungen wie dieser Workshop tragen dazu bei, solche Erkrankungen früher zu erkennen und Patienten gezielt und effizient zu behandeln. Mit dieser Veranstaltung setzt die Kardiologie der Kliniken ein sichtbares Zeichen für medizinische Kompetenz und engagierte Patientenversorgung auch im ländlichen Raum.

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