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Junge Medizin 2026

Wie wird eine Wunde richtig genäht? Was passiert bei einer Narkose? Und wie fühlt es sich an, mit Demenz zu leben? Antworten auf diese und viele weitere spannende Fragen erhielten 64 Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren bei der zweiten Auflage der Veranstaltung „Junge Medizin – Entdecke das Wunderwerk Mensch“ der Neckar-Odenwald-Kliniken. An den ersten beiden Tagen der Sommerferien öffneten die Kliniken in Buchen (30. Juli) und Mosbach (31. Juli) ihre Türen und boten den Jugendlichen einen abwechslungsreichen Blick hinter die Kulissen des Krankenhausalltags.

Das große Interesse zeigte sich bereits im Vorfeld: Innerhalb von nur fünf Tagen waren sämtliche Plätze vergeben. Besonders erfreulich war, dass rund die Hälfte der Teilnehmenden bereits im vergangenen Jahr dabei gewesen waren und sich erneut für die Veranstaltung anmeldeten.

Nach der Begrüßung durch Geschäftsführer Frank Hehn in Buchen und Harald Löffler in Mosbach sowie den Ärztlichen Direktor und Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie Dr. Thomas Seeböck-Göbel starteten die Jugendlichen in Kleingruppen zu den verschiedenen Mitmachstationen.

In der Orthopädie und Unfallchirurgie konnten die Jugendlichen unter Anleitung von Dr. Thomas Seeböck-Göbel und seinem Team selbst aktiv werden. Im Mittelpunkt stand die richtige Wundversorgung: Sie lernten, wie Wunden fachgerecht versorgt, Verbände korrekt angelegt und Wunden an Modellen sicher genäht und geklammert werden. Die praxisnahen Übungen begeisterten die Nachwuchsmediziner und vermittelten gleichzeitig wichtiges Wissen für den Ernstfall.

Eindrucksvolle Einblicke vermittelte die Akutgeriatrie. Die Leitende Ärztin Dr. Friederike Schomerus und ihr Team erklärten den Jugendlichen anschaulich das Krankheitsbild Demenz und machten deutlich, wie sich die Erkrankung auf das tägliche Leben auswirken kann. An verschiedenen Mitmachstationen konnten die Teilnehmenden selbst erfahren, welche Herausforderungen alltägliche Situationen wie Essen, Lesen oder die Orientierung im Straßenverkehr für Menschen mit Demenz mit sich bringen können. Auch beim spiegelverkehrten Malen wurde erlebbar, wie ungewohnt und schwierig vermeintlich einfache Aufgaben plötzlich werden können.

In der Klinik für Innere Medizin erklärten Oberarzt Dr. Christian Löser in Buchen und Oberarzt Dr. Michael Gomer in Mosbach anschaulich den Aufbau und die Funktionsweise der Lunge. Die Jugendlichen erfuhren, wie der Gasaustausch funktioniert und weshalb die Lunge für die Sauerstoffversorgung des gesamten Körpers unverzichtbar ist. Anhand anschaulicher Beispiele wurde außerdem verdeutlicht, welche Folgen das Rauchen für die Lunge haben kann und wie wichtig ein bewusster Umgang mit der eigenen Gesundheit ist.

Ein weiterer Programmpunkt führte die Teilnehmenden in die Welt der Anästhesie. Chefarzt Dr. Alexander Frohmajer erklärte verständlich den Ablauf einer Narkose – vom Einschlafen über die Überwachung während der Operation bis zum sicheren Aufwachen – und nahm den Jugendlichen dabei mögliche Ängste vor einer Operation.

Die beiden Erlebnistage wurden von Sigrun Ruck und Elisabeth Fröhling organisiert. Gemeinsam mit zahlreichen Mitarbeitenden aus den verschiedenen Fachbereichen stellten sie ein abwechslungsreiches und praxisnahes Programm zusammen, das den Jugendlichen spannende Einblicke in die vielfältigen Aufgaben eines Krankenhauses ermöglichte.

Auch Dr. Thomas Seeböck-Göbel zeigte sich begeistert vom Engagement der jungen Gäste: „Es macht einfach riesigen Spaß. Viele Kinder bringen bereits erstaunlich viel Grundwissen mit und arbeiten mit großer Begeisterung mit.“

Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit den Chef- und Oberärzten wartete zum Abschluss ein Quiz, bei dem die Jugendlichen ihr neu erworbenes Wissen unter Beweis stellen konnten. Die Gewinner freuten sich über attraktive Preise. Alle Teilnehmenden erhielten zudem eine Urkunde und kleine Geschenke als Erinnerung an zwei spannende und lehrreiche Tage.

Die Veranstaltung machte eindrucksvoll deutlich, wie vielseitig und faszinierend die Medizin ist. Vielleicht wurde bei dem einen oder der anderen bereits der Grundstein für einen späteren Beruf im Gesundheitswesen gelegt – sei es als Ärztin oder Arzt, Pflegefachkraft, Rettungssanitäter oder in einem der vielen weiteren medizinischen Berufe. Die große Begeisterung der Teilnehmenden zeigte jedenfalls: Die „Junge Medizin“ hat auch in ihrer zweiten Auflage den Nerv des medizinischen Nachwuchses getroffen.

Weitere Bilder und Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier:

Junge Medizin 2026

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